Erkläre Luthers Verständnis von Glauben und Gerechtigkeit Gottes.

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Luthers Verständnis von Glaube und der Gerechtigkeit Gottes ist zentral für seine Theologie und die reformatorische Bewegung. 1. **Glaube**: Für Martin Luther ist der Glaube nicht nur ein intellektuelles Zustimmen zu bestimmten Glaubenssätzen, sondern eine tiefgreifende, persönliche Beziehung zu Gott. Er betont, dass der Glaube ein Geschenk Gottes ist, das den Menschen mit der Gnade Gottes verbindet. Der Glaube ist das Mittel, durch das der Mensch die Vergebung seiner Sünden und das ewige Leben empfängt. Luther spricht oft von einem „lebendigen Glauben“, der sich in Taten und einem veränderten Leben äußert. 2. **Gerechtigkeit Gottes**: Luther hatte anfangs ein eher negatives Bild von der Gerechtigkeit Gottes, die er als eine strenge, strafende Gerechtigkeit verstand. Diese Sichtweise änderte sich jedoch, als er die biblische Lehre von der Gerechtigkeit Gottes entdeckte, die durch den Glauben an Jesus Christus zugänglich ist. Für Luther ist die Gerechtigkeit Gottes nicht etwas, das der Mensch durch eigene Anstrengungen oder gute Werke erlangen kann, sondern sie wird dem Gläubigen durch den Glauben geschenkt. Diese Gerechtigkeit ist eine „passive“ Gerechtigkeit, die bedeutet, dass der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, nicht durch seine eigenen Taten. Zusammengefasst sieht Luther den Glauben als das entscheidende Element, durch das der Mensch die Gerechtigkeit Gottes erfährt und in eine Beziehung zu ihm tritt. Diese Erkenntnisse führten zu einem grundlegenden Wandel in der christlichen Theologie und trugen zur Entstehung der Reformation bei.

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