Was ist Offenkundigkeit bei Stellvertretung?

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Offenkundigkeit bei der Stellvertretung bedeutet, dass der Vertreter im Rechtsverkehr deutlich macht, dass er im Namen und für Rechnung eines anderen handelt. Dies ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Rechtsfolgen des Handelns des Vertreters den Vertretenen treffen und nicht den Vertreter selbst. Im deutschen Recht ist dies im § 164 Abs. 1 BGB geregelt: "Eine Willenserklärung, die jemand innerhalb der ihm zustehenden Vertretungsmacht im Namen des Vertretenen abgibt, wirkt unmittelbar für und gegen den Vertretenen." Die Offenkundigkeit ist also eine Voraussetzung dafür, dass die Rechtswirkungen des Geschäfts den Vertretenen treffen. Fehlt die Offenkundigkeit, kann es sein, dass der Vertreter selbst verpflichtet wird, es sei denn, der Geschäftspartner wusste oder hätte wissen müssen, dass der Vertreter für einen anderen handelt.

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