Wer bezahlt Krankheitskosten von Geflüchteten in Deutschland: gesetzliche Krankenversicherung oder Staat?

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In Deutschland werden Krankheitskosten von Geflüchteten je nach Aufenthaltsstatus und Phase des Verfahrens entweder **vom Staat (Sozialbehörden)** oder **von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)** getragen: 1) **Asylsuchende in den ersten 36 Monaten (Grundleistungen nach AsylbLG)** - Die Kosten werden in der Regel **vom Staat über das Sozialamt/Leistungsbehörde nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)** bezahlt, nicht aus der GKV. - Abgedeckt sind typischerweise **akute Erkrankungen und Schmerzzustände**, Schwangerschaft/Geburt sowie bestimmte Schutzimpfungen und Vorsorge; weiteres kann im Einzelfall bewilligt werden. 2) **Asylsuchende mit „Gesundheitskarte“ (Krankenkasse als Abrechnungsstelle)** - In vielen Bundesländern/Kommunen erhalten Asylsuchende eine **elektronische Gesundheitskarte** einer Krankenkasse. - Wichtig: Die Krankenkasse zahlt dann **nicht aus dem GKV-Beitragstopf**, sondern rechnet **im Auftrag der Behörde** ab; **Kostenträger bleibt der Staat** (die zuständige Behörde erstattet). 3) **Nach Anerkennung (z. B. Flüchtlingsschutz/Asyl) oder bei regulärer Versicherungspflicht** - Dann erfolgt die Absicherung grundsätzlich **wie bei anderen Personen** über die **gesetzliche Krankenversicherung** (oder ggf. privat, je nach Konstellation). - Bei Bezug von Bürgergeld/Sozialhilfe werden die Beiträge in der Regel **über die Sozialleistung** finanziert, die Leistungen laufen aber **über die GKV**. 4) **Geduldete/Personen ohne gesicherten Status** - Häufig weiterhin **AsylbLG** → **staatliche Kostentragung** über die zuständige Behörde, mit entsprechend eingeschränktem Leistungsumfang. Rechtsgrundlagen (Überblick): Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) und Sozialgesetzbuch V (GKV). Links: https://www.gesetze-im-internet.de/asylblg/ und https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/

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