Von wem erhält ein Insolvenzverwalter sein Geld und wie verdient ein Insolvenzberater?
Antwort vomEin **Insolvenzverwalter** wird in der Regel **aus der Insolvenzmasse** bezahlt – also aus dem Vermögen, das im Insolvenzverfahren zur Verfügung steht (z.B. Bankguthaben, Verkaufserlöse von Maschinen/Waren, eingezogene Forderungen). Die **Höhe** seiner Vergütung wird **vom Insolvenzgericht festgesetzt** und richtet sich nach der **gesetzlichen Vergütungsordnung** (insbesondere Insolvenzrechtliche Vergütungsverordnung, InsVV) sowie nach Umfang/Schwierigkeit des Verfahrens. Wichtig zur Einordnung: - **Vor Verfahrenseröffnung** (z.B. beim *vorläufigen Insolvenzverwalter*) wird die Vergütung ebenfalls **gerichtlich festgesetzt**; wirtschaftlich kommt sie typischerweise ebenfalls aus dem, was später zur Masse gehört. - **Reicht die Masse nicht aus**, kann es sein, dass das Verfahren gar nicht eröffnet wird bzw. mangels Masse endet; dann fällt auch die Vergütung entsprechend begrenzt aus (Details hängen vom Verfahrensstand ab). Ein **Insolvenzberater** (kein einheitlich geschützter Beruf) verdient sein Geld **über Honorarvereinbarungen** mit dem Mandanten/Kunden, typischerweise: - **Stundenhonorar** (Abrechnung nach Zeit), - **Pauschalhonorar** (z.B. für Antragstellung, Sanierungskonzept, Gläubigerkommunikation), - teils **Erfolgskomponenten** (z.B. bei Sanierungs-/Restrukturierungsprojekten; rechtlich/vertraglich sauber zu gestalten). Wer als „Insolvenzberater“ auftritt, kann z.B. **Rechtsanwalt**, **Steuerberater**, **Unternehmensberater** oder **Restrukturierungsexperte** sein – die **zulässige Vergütungsform** und **Beratungsbefugnis** hängt dann stark vom jeweiligen Berufsrecht ab (insbesondere bei Rechtsdienstleistungen).