Gibt es bei einer notariellen GmbH-Übertragung eine Widerrufsfrist?

Antwort vom

Bei einer **notariellen Übertragung von GmbH-Geschäftsanteilen** gibt es **in der Regel keine „Widerrufsfrist“ wie beim Onlinekauf**. - **Verbraucher-Widerrufsrecht (14 Tage)**: Das gilt typischerweise nur bei **Fernabsatz/Haustürgeschäften** über Waren/Dienstleistungen. Eine **notariell beurkundete Anteilsabtretung** fällt normalerweise **nicht** darunter; zudem sind **notarielle Beurkundungen** gerade darauf angelegt, dass die Erklärung **sofort verbindlich** ist. - **Rückgängig machen** geht meist nur über **Anfechtung** (z.B. arglistige Täuschung, Drohung, Irrtum) oder über **vertragliche Rücktritts-/Aufhebungsregelungen**, die ausdrücklich vereinbart wurden. Dafür gelten **gesetzliche Fristen** je nach Grund (z.B. Anfechtung wegen Täuschung/Drohung typischerweise binnen **eines Jahres ab Kenntnis/Ende der Zwangslage**). - **Wichtig**: Ob es im Einzelfall doch ein Widerrufsrecht oder eine Rückabwicklungsmöglichkeit gibt, hängt stark davon ab, **wer** beteiligt ist (Verbraucher/Unternehmer), **wie** der Vertrag zustande kam und **was** genau beurkundet wurde. (Keine Rechtsberatung.)

Kategorie: Recht Tags: GmbH Widerruf Notar

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