Können sich nach deutschem Vereinsrecht zwei Vereine zusammenschließen?
Antwort vomJa. Nach deutschem Vereinsrecht können sich zwei Vereine zusammenschließen – typischerweise auf zwei Wegen: 1) **Verschmelzung nach dem Umwandlungsgesetz (UmwG)** Eingetragene Vereine (**e.V.**) können sich als Rechtsträger **verschmelzen** (z.B. Aufnahme: Verein A nimmt Verein B auf; oder Neugründung: beide gehen in einem neuen Verein auf). Das setzt u.a. entsprechende **Beschlüsse der Mitgliederversammlungen** nach Satzung/gesetzlichen Mehrheiten, einen **Verschmelzungsvertrag** und die **Eintragung im Vereinsregister** voraus. Rechtsfolge ist regelmäßig **Gesamtrechtsnachfolge** (Vermögen/Verbindlichkeiten gehen über). 2) **Satzungs-/Organisationslösung ohne UmwG (faktische Fusion)** Ein Verein kann **sein Vermögen übertragen** (z.B. durch Vertrag/Schenkung/Übertragung einzelner Vermögenswerte) und sich anschließend **auflösen**, während der andere fortbesteht. Das ist rechtlich möglich, aber **keine** Verschmelzung mit Gesamtrechtsnachfolge; Verträge, Genehmigungen, Mitgliedschaften etc. müssen ggf. **einzeln** übertragen/neu begründet werden. Maßgeblich sind dabei insbesondere **BGB §§ 21 ff.** (Vereine) und – bei der echten Verschmelzung – das **Umwandlungsgesetz**. UmwG: https://www.gesetze-im-internet.de/umwg/ BGB (Vereinsrecht): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/