Ist bei einem Bebauungsplan im Innenbereich ein Grünordnungsplan erforderlich?

Antwort vom

Nein, nicht automatisch. Kurz: - **Ein Grünordnungsplan ist im Innenbereich nicht generell zwingend vorgeschrieben.** - Ob er erforderlich ist, hängt vom **konkreten Bebauungsplan**, vom **Landesrecht** und vom **Umfang der naturschutzrechtlichen Eingriffe** ab. - Im Innenbereich kann ein Bebauungsplan oft **ohne eigenständigen Grünordnungsplan** aufgestellt werden, wenn die grünordnerischen Belange im **Bebauungsplan selbst** und in der **Begründung/Umweltprüfung** ausreichend behandelt werden. Wichtig ist die Unterscheidung: - **Bebauungsplan**: planungsrechtliches Instrument nach BauGB. - **Grünordnungsplan**: fachplanerische Konkretisierung zu Natur, Landschaft, Eingriff, Ausgleich, Bepflanzung usw.; häufig **ergänzend**, aber nicht stets als separates Dokument nötig. Typisch gilt: - **Im Regelverfahren** eines Bebauungsplans können grünordnerische Festsetzungen erforderlich sein. - **Ein separater Grünordnungsplan** ist aber meist nur dann nötig, wenn die naturschutzfachliche Bearbeitung umfangreicher ist oder das jeweilige **Landesrecht** bzw. die Verwaltungspraxis das vorsieht. - Bei **§ 13a BauGB** (Bebauungspläne der Innenentwicklung) ist die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung oft erleichtert, was die Notwendigkeit eines eigenständigen Grünordnungsplans zusätzlich verringern kann. Die präzise Antwort lautet daher: **Bei einem Bebauungsplan im Innenbereich ist ein Grünordnungsplan nicht zwingend immer erforderlich; entscheidend sind Verfahrensart, Eingriffsintensität und das einschlägige Landesrecht.**

Verwandte Fragen

Ist bei einem Bebauungsplan im Innenbereich eine Eingriffsbilanzierung erforderlich?

Nicht zwingend in jedem Fall. Bei einem Bebauungsplan im Innenbereich ist die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung zwar grundsätzlich im Planverfahren zu berücksichtigen, ein Ausgleich b...