Was sind systemische Denkfiguren?

Antwort

Systemische Denkfiguren sind grundlegende Denkmuster, Prinzipien oder Leitideen, die das systemische Denken und Handeln prägen. Sie stammen aus der Systemtheorie und werden vor allem in Bereichen wie Beratung, Therapie, Organisationsentwicklung und Pädagogik genutzt. Ziel ist es, komplexe Zusammenhänge, Wechselwirkungen und Dynamiken in sozialen Systemen (wie Teams, Familien, Organisationen) besser zu verstehen und zu gestalten. Typische systemische Denkfiguren sind zum Beispiel: - **Zirkularität**: Ursachen und Wirkungen verlaufen nicht linear, sondern in Kreisläufen. Verhalten beeinflusst sich gegenseitig. - **Konstruktivismus**: Wirklichkeit wird von jedem Menschen individuell konstruiert; es gibt keine objektive Wahrheit. - **Kontextualität**: Verhalten und Probleme sind immer im Zusammenhang mit dem jeweiligen System zu betrachten. - **Ressourcenorientierung**: Der Fokus liegt auf Stärken und Möglichkeiten, nicht nur auf Defiziten. - **Selbstorganisation**: Systeme regulieren und verändern sich aus sich selbst heraus, nicht nur durch äußere Steuerung. Diese Denkfiguren helfen, komplexe Situationen nicht zu vereinfachen, sondern in ihrer Vielschichtigkeit zu erfassen und neue Lösungswege zu entwickeln.

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