Was ist Doomscrolling?

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**Doomscrolling ist das zwanghafte Weiterklicken durch schlechte Nachrichten, das deine Anspannung erhöht statt dich besser zu informieren. Der entscheidende Punkt: Mehr Konsum gibt dir dabei meist nicht mehr Kontrolle, sondern mehr Stress.** ## Was damit gemeint ist Gemeint ist das ständige Scrollen durch negative Meldungen, Krisen, Empörung und Katastrophenmeldungen auf News-Seiten oder in sozialen Netzwerken. Typisch ist: Du willst dich „nur kurz informieren“ und bleibst dann viel länger hängen, obwohl dir der Inhalt längst nicht mehr guttut. ## Warum das so leicht passiert Negative Nachrichten ziehen Aufmerksamkeit stärker an als neutrale oder positive Inhalte. Dazu kommen Endlos-Feeds, neue Updates und Algorithmen, die genau das zeigen, worauf Menschen besonders stark reagieren. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Unsicherheit, Reizüberflutung und dem Gefühl, trotzdem weiter schauen zu müssen. ## Woran du Doomscrolling erkennst - du scrollst weiter, obwohl dich die Inhalte belasten - du suchst ständig nach dem nächsten Update - du fühlst dich danach unruhiger, gereizter oder hilfloser - du verwechselst Informationssuche mit Gewohnheit oder Stressreaktion ## Wichtiger Unterschied Nicht jedes Lesen von schlechten Nachrichten ist Doomscrolling. Der Unterschied ist: Informieren hat ein klares Ziel und ein Ende. Doomscrolling läuft oft automatisch weiter und verschlechtert deine Stimmung dabei spürbar. ## Praktische Folge für dich Wenn du nach 10 Minuten schlechter drauf bist als vorher, war es wahrscheinlich keine sinnvolle Information mehr, sondern bereits Doomscrolling. Ein einfacher Gegencheck ist: feste Zeit setzen, gezielt 1–2 seriöse Quellen lesen und danach bewusst aufhören.

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