Der Unterschied zwischen störungsübergreifender und störungsorientierter Diagnostik liegt in ihrem Ansatz und Fokus: 1. **Störungsübergreifende Diagnostik**: Dieser Ansatz betrachtet die psychischen Probleme und Störungen in einem breiteren Kontext. Er zielt darauf ab, gemeinsame Merkmale und zugrunde liegende Faktoren zu identifizieren, die verschiedenen Störungen zugrunde liegen können. Hierbei wird oft ein integrativer Blick auf die psychische Gesundheit geworfen, um übergreifende Muster zu erkennen, die bei verschiedenen Störungen auftreten. 2. **Störungsorientierte Diagnostik**: Im Gegensatz dazu konzentriert sich die störungsorientierte Diagnostik spezifisch auf die einzelnen psychischen Störungen. Sie zielt darauf ab, die spezifischen Symptome, Ursachen und Merkmale einer bestimmten Störung zu erfassen und zu analysieren. Dieser Ansatz ist oft detaillierter und fokussierter, um eine präzise Diagnose und darauf basierende Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Zusammengefasst: Während die störungsübergreifende Diagnostik einen breiten, integrativen Ansatz verfolgt, konzentriert sich die störungsorientierte Diagnostik auf die spezifischen Merkmale einzelner psychischer Störungen.