Was ist das Search of Associative Memory Modell?

Antwort

Das Search of Associative Memory (SAM) Modell ist ein theoretisches Modell der menschlichen Gedächtnisfunktion, das von Richard M. Shiffrin und J. Douglas Raaijmakers in den 1970er Jahren entwickelt wurde. Es beschreibt, wie Informationen im Gedächtnis gespeichert und abgerufen werden. Das SAM-Modell basiert auf der Annahme, dass das Gedächtnis aus einer Vielzahl von assoziativen Verbindungen zwischen verschiedenen Gedächtniseinheiten besteht. Diese Verbindungen werden durch Erfahrungen und Lernprozesse gebildet. Wenn eine Person versucht, sich an etwas zu erinnern, durchsucht sie diese assoziativen Verbindungen, um die relevanten Informationen zu finden. Wichtige Aspekte des SAM-Modells sind: 1. **Encodierung**: Informationen werden durch Assoziationen im Gedächtnis gespeichert. Je stärker die Assoziationen, desto leichter ist der spätere Abruf. 2. **Abruf**: Der Abrufprozess wird als eine Suche durch das Netzwerk von Assoziationen beschrieben. Erfolgreicher Abruf hängt von der Stärke der Assoziationen und der Anzahl der Verbindungen ab. 3. **Interferenz**: Ähnliche Informationen können sich gegenseitig stören, was den Abruf erschwert. Das SAM-Modell hat erheblichen Einfluss auf die Forschung im Bereich des Gedächtnisses und wird oft verwendet, um Phänomene wie das Vergessen und die Erinnerungsleistung zu erklären.

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