Wie unterstützt man eine Person mit bipolarer Störung?

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Eine Person mit Bipolarstörung kann man am besten **ruhig, verlässlich und ohne Druck** unterstützen. **Hilfreich ist vor allem:** - **zuhören**, ohne alles zu bewerten - **Stimmungsschwankungen ernst nehmen** - bei **regelmäßigem Alltag** helfen: Schlaf, Essen, Termine, Struktur - daran erinnern, **Medikamente und Behandlung** einzuhalten - in stabilen Phasen gemeinsam einen **Krisenplan** festlegen - auf Warnzeichen achten, z. B.: - sehr wenig Schlaf - starke Unruhe - riskantes Verhalten - extreme Euphorie oder tiefe Hoffnungslosigkeit - in akuten Phasen **ruhig bleiben** und Diskussionen nicht eskalieren lassen **Womit man unterstützen kann:** - praktische Hilfe im Alltag - Begleitung zu Arzt- oder Therapieterminen - ein fester Ansprechpartner - Notfallkontakte - psychoedukative Angebote, Selbsthilfegruppen und Angehörigenberatung **Wichtig:** - nicht sagen: „Reiß dich zusammen“ - Manie oder Depression nicht persönlich nehmen - keine eigenmächtigen Änderungen an Medikamenten empfehlen **Bei Gefahr sofort Hilfe holen:** Bei Suizidgedanken, Selbstgefährdung, starker Manie oder Realitätsverlust sofort ärztliche Hilfe, den psychiatrischen Notdienst oder den Notruf **112** einschalten. Bipolarstörung ist eine **ernste psychische Erkrankung**. Unterstützung durch Angehörige hilft, ersetzt aber **keine fachliche Behandlung**.

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