Sind Milliardäre und Multimillionäre, die immer mehr Geld wollen, psychisch krank?

Antwort

Die Aussage, dass Milliardäre und Multimillionäre, die nach mehr Geld streben, „psychisch krank“ seien, ist eine zugespitzte und umstrittene Meinung, die Bernie Sanders in verschiedenen Interviews und Reden geäußert hat. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keine anerkannte psychische Störung, die explizit das Streben nach Reichtum oder mehr Geld als Krankheit definiert. Allerdings gibt es psychologische und soziologische Untersuchungen, die sich mit dem Verhalten sehr wohlhabender Menschen beschäftigen. Manche Studien deuten darauf hin, dass extremes Streben nach Reichtum mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen wie Narzissmus oder Machiavellismus korrelieren kann. Das bedeutet aber nicht, dass alle reichen Menschen psychisch krank sind oder dass das Streben nach mehr Geld per se eine Krankheit ist. Sanders’ Aussage ist also eher eine politische und moralische Wertung als eine medizinisch-psychologische Diagnose. Sie soll auf gesellschaftliche Missstände und Ungleichheiten aufmerksam machen, ist aber wissenschaftlich nicht als allgemeingültige Tatsache belegt.

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