Was meint Schwarzer (2018) mit Internalisierung fremdregulierter Zustände?

Antwort vom

Schwarzer (2018) beschreibt mit der „Internalisierung fremdregulierter Zustände“ den Prozess, bei dem ursprünglich von außen vorgegebene oder kontrollierte Verhaltensweisen, Normen oder Erwartungen allmählich in das eigene Selbstkonzept und die eigene Motivation übernommen werden. Das bedeutet, dass Menschen Verhaltensweisen, die zunächst durch äußere Einflüsse (z. B. durch Eltern, Lehrer oder gesellschaftliche Normen) gesteuert werden, im Laufe der Zeit als eigene Überzeugungen und Werte verinnerlichen. Dadurch werden diese Verhaltensweisen nicht mehr als fremdbestimmt erlebt, sondern als Teil der eigenen Identität und Motivation. Dieser Prozess ist zentral für die Entwicklung von Selbstregulation und Autonomie, wie sie beispielsweise in der Selbstbestimmungstheorie von Deci & Ryan beschrieben wird. Quelle: Schwarzer, R. (2018). Selbstregulation: Grundlagen, Anwendungen und Perspektiven. In: R. Schwarzer (Hrsg.), Selbstregulation und Gesundheit (S. 1–18). Springer.

Neue Frage stellen

Verwandte Fragen

Wie kann Zufriedenheit am Arbeitsplatz gefördert werden?

Zufriedenheit am Arbeitsplatz – Was macht sie aus? Hallo zusammen, ich möchte heute das Thema Zufriedenheit am Arbeitsplatz zur Diskussion stellen, da es meiner Meinung nach einen gro&szl...

Sachtext über Lob und wichtigste Aspekte.

Lob ist eine Form der positiven Rückmeldung, die das Verhalten, die Leistung oder die Eigenschaften einer Person anerkennt und wertschätzt. Es spielt eine wichtige Rolle in der zwischenmensc...

Was sind die Ursachen für Desinteresse?

Desinteresse kann viele Ursachen haben, die je nach Situation und Person unterschiedlich ausfallen. Zu den häufigsten Gründen zählen: 1. **Fehlende Relevanz:** Das Thema oder die Aufga...