Fallbeispiel für Kind mit unsicher vermeidender Bindung

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Ein Fallbeispiel für ein Kind mit unsicher-vermeidender Bindung könnte so aussehen: Lukas ist vier Jahre alt und besucht seit einigen Monaten den Kindergarten. Seine Mutter bringt ihn jeden Morgen dorthin. Beim Abschied wirkt Lukas ruhig und zeigt kaum Gefühle – er umarmt seine Mutter nicht und schaut sie kaum an. Auch wenn sie geht, bleibt er still und beschäftigt sich scheinbar unbeeindruckt mit einem Spielzeug. Die Erzieherinnen berichten, dass Lukas selten Trost sucht, wenn er sich verletzt oder traurig ist. Stattdessen zieht er sich zurück und spielt allein. Wenn die Mutter ihn am Nachmittag abholt, reagiert Lukas kaum auf ihre Ankunft. Er läuft nicht auf sie zu und zeigt keine Freude, sondern bleibt bei seinem Spiel. Auch zu Hause sucht Lukas wenig Körperkontakt und vermeidet es, über seine Gefühle zu sprechen. Dieses Verhalten ist typisch für eine unsicher-vermeidende Bindung: Das Kind hat gelernt, dass seine Bezugspersonen auf seine emotionalen Bedürfnisse wenig oder ablehnend reagieren. Deshalb zeigt es nach außen hin Unabhängigkeit und vermeidet es, Nähe oder Trost zu suchen, auch wenn es innerlich belastet ist.

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