Die Drive-Theorie der sozialen Erleichterung wurde von Robert Zajonc in den 1960er Jahren entwickelt. Sie besagt, dass die Anwesenheit anderer Menschen die Erregung (Arousal) einer Person erhöht, was wiederum die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Person ihre dominante Reaktion zeigt. Eine dominante Reaktion ist diejenige, die in einer bestimmten Situation am wahrscheinlichsten auftritt. - **Bei einfachen oder gut geübten Aufgaben**: Die dominante Reaktion ist in der Regel korrekt, daher führt die erhöhte Erregung zu einer Leistungssteigerung. - **Bei komplexen oder neuen Aufgaben**: Die dominante Reaktion ist oft fehlerhaft, daher führt die erhöhte Erregung zu einer Leistungsverschlechterung. Diese Theorie erklärt, warum Menschen in Anwesenheit anderer oft besser bei einfachen Aufgaben und schlechter bei schwierigen Aufgaben abschneiden.