„Hochfunktionale Depression“ zeigt sich oft nicht durch kompletten Rückzug, sondern dadurch, dass jemand nach außen weiter funktioniert und innerlich trotzdem dauerhaft ersch&ou...
Welche drei Arten von Antriebsstörungen können bei einer Depression auftreten? Bitte mit je einem Beispiel.
Antwort vom**Bei Depressionen treten typischerweise drei Antriebsstörungen auf: Antriebshemmung, Antriebsarmut und Antriebssteigerung im Sinn innerer Unruhe. Entscheidend ist: Sie sehen ähnlich aus, bedeuten aber im Alltag etwas Unterschiedliches.** ## 1. Antriebshemmung Hier will die Person etwas tun, kommt aber trotz Absicht nicht ins Handeln. **Beispiel:** Jemand weiß, dass er duschen oder einkaufen sollte, sitzt aber lange regungslos da und schafft es nicht, anzufangen. ## 2. Antriebsarmut Hier fehlt schon die innere Energie oder der Impuls, überhaupt etwas tun zu wollen. **Beispiel:** Eine Person liegt fast den ganzen Tag im Bett und hat nicht einmal genug inneren Schwung, um das Handy zu laden oder eine Mahlzeit zu machen. ## 3. Antriebssteigerung bzw. agitierte Unruhe Das ist keine „gesunde Aktivität“, sondern eine unruhige, gehetzte Form von Antrieb, die bei Depression ebenfalls vorkommen kann. **Beispiel:** Jemand läuft ständig in der Wohnung auf und ab, ringt die Hände, setzt sich kurz hin und steht sofort wieder auf, ohne etwas wirklich erledigen zu können. ## Wichtiger Unterschied - **Antriebshemmung** = man **will**, kann aber schwer starten - **Antriebsarmut** = man **will kaum noch**, weil die Energie fehlt - **Antriebssteigerung/Unruhe** = man ist **motorisch unruhig**, aber nicht produktiv Praktisch wichtig ist dieser Unterschied, weil Außenstehende sonst oft alles nur als „Faulheit“ missverstehen. Bei einer Depression ist es aber eine krankheitsbedingte Störung von Energie, Initiative und psychomotorischem Ablauf.
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