Nur sehr eingeschränkt: Für die USA ist die Waffenruhe nur dann ein Erfolg, wenn sie hält – politisch ist sie bisher eher ein fragiler Teilerfolg als ein klarer Sieg. Die zentrale...
Welche Militärinterventionen hat Noam Chomsky gutgeheißen?
Antwort vomNoam Chomsky ist vor allem dafür bekannt, US‑geführte Militärinterventionen grundsätzlich zu kritisieren; ausdrückliche „Billigungen“ sind bei ihm selten und meist stark konditioniert (z.B. als „kleineres Übel“ oder als begrenzte Maßnahme zum Stoppen akuter Massengewalt). Beispiele, die in der Literatur/Interviews am ehesten als von ihm (teilweise) gutgeheißen bzw. als gerechtfertigt/vertretbar dargestellt werden, sind: - **Indiens Intervention in Ostpakistan (Bangladesch) 1971**: Chomsky hat sie in der Regel als im Kern defensiv/humanitär motiviert beschrieben (Flüchtlingskatastrophe, Massengewalt) und im Vergleich zu vielen Großmachtinterventionen als eher legitim eingeordnet. - **Vietnams Sturz der Roten Khmer in Kambodscha 1978/79**: Er hat wiederholt anerkannt, dass damit ein extrem mörderisches Regime beendet wurde, und diese Intervention im Ergebnis als nachvollziehbar/vertretbar behandelt (auch wenn er zugleich die nachfolgende internationale Politik – u.a. westliche/UN‑Positionierungen – scharf kritisierte). - **Tansanias Sturz Idi Amins in Uganda 1978/79**: Wird von Chomsky typischerweise als Beispiel genannt, dass Interventionen *prinzipiell* auch einen klaren humanitären Effekt haben können; er stellt sie oft den selektiven, machtpolitisch motivierten Interventionen großer Staaten gegenüber. Wichtig: Bei Chomsky ist das selten ein „gut geheißen“ im Sinne einer generellen Pro‑Interventionshaltung, sondern eher die Anerkennung, dass bestimmte regionale Kriege/Interventionen faktisch ein Massaker beendeten und daher moralisch anders zu bewerten sind als imperiale Expeditionskriege.
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