Es gibt derzeit keine verlässlichen wissenschaftlichen oder politischen Prognosen, die einen konkreten Zeitpunkt für einen möglichen Weltkrieg nennen. Die internationale Lage ist zwar i... [mehr]
Der Konflikt in Transnistrien ist ein sogenannter „eingefrorener Konflikt“. Transnistrien ist eine schmale Landregion zwischen dem Fluss Dnister und der ukrainischen Grenze, die sich Anfang der 1990er Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion von Moldau abspaltete. International wird Transnistrien nicht als unabhängiger Staat anerkannt, sondern als Teil Moldaus betrachtet. De facto kontrolliert sich die Region jedoch selbst, mit eigener Regierung, Polizei und Militär, und wird politisch, wirtschaftlich und militärisch stark von Russland unterstützt. Die Energieversorgung Transnistriens ist eng mit seiner geopolitischen Lage und den Beziehungen zu Russland und Moldau verknüpft: 1. **Stromversorgung:** Das wichtigste Kraftwerk der Region ist das Gaskraftwerk in Dnestrowsk (Kuchurgan-Kraftwerk), das zu den größten in Osteuropa zählt. Es produziert Strom aus Erdgas und versorgt nicht nur Transnistrien, sondern exportiert auch Strom nach Moldau. Das Kraftwerk wird von der russischen Firma Inter RAO kontrolliert. 2. **Gasversorgung:** Transnistrien erhält Erdgas direkt aus Russland über die Ukraine. Die Region zahlt jedoch nicht direkt für das Gas; stattdessen werden die Gaslieferungen von Moldau offiziell bezogen, aber Transnistrien bezahlt die Rechnungen nicht. Die aufgelaufenen Schulden werden von Moldau als Teil ihrer eigenen Staatsschulden gegenüber dem russischen Gaskonzern Gazprom geführt. Das verschafft Transnistrien einen wirtschaftlichen Vorteil, da es Energie praktisch kostenlos bezieht. 3. **Abhängigkeit von Russland:** Die Energieabhängigkeit von Russland ist ein zentrales Element der politischen und wirtschaftlichen Stabilität Transnistriens. Russland subventioniert die Region durch günstige Gaslieferungen und direkte finanzielle Unterstützung. Zusammengefasst: Transnistrien wird hauptsächlich durch russisches Erdgas versorgt, das im eigenen Großkraftwerk zu Strom umgewandelt wird. Die Region profitiert von nicht bezahlten Gaslieferungen, was ihre wirtschaftliche Lage stabilisiert, aber auch ihre Abhängigkeit von Russland verstärkt. Der ungelöste Status Transnistriens bleibt ein geopolitischer Spannungsfaktor zwischen Moldau, Russland und der EU. Weitere Informationen findest du z.B. bei [Crisis Group](https://www.crisisgroup.org/europe-central-asia/eastern-europe/moldova/271-moldovas-unresolved-transnistrian-question) oder [BBC News](https://www.bbc.com/news/world-europe-18284837).
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