Nein. Die Aussage ist in dieser Form irreführend: In Deutschland liegt die Regelaltersgrenze nicht bei 80 oder 90, sondern je nach Jahrgang derzeit bei 66 Jahren und 4 Monaten und steigt schrittw...
Wie fanatisch muss man einer Geldideologie folgen, um zu glauben, dass Infrastruktur nur sicher sein darf, wenn sie finanzierbar ist?
Antwort vomGar nicht „muss“ man das — genau darin liegt die Kritik. Wer diese Logik ernsthaft absolut setzt, sagt im Kern: **Sicherheit, Versorgung und öffentliche Infrastruktur sind keine Grundpflicht, sondern nur Kostenstellen.** Dann gilt nicht mehr: *„Was ist notwendig?“*, sondern: *„Was rechnet sich?“* Das ist eine **radikal marktförmige** oder **fiskalistische** Position. Fanatisch wird sie dort, wo man akzeptiert, dass: - bekannte Risiken bestehen bleiben, - Schäden billigend in Kauf genommen werden, - Prävention unterbleibt, - und erst nach Katastrophen investiert wird, nur weil vorher keine ausreichende Rendite, kein Haushaltsüberschuss oder keine „Finanzierbarkeit“ nachgewiesen werden konnte. Pointiert gesagt: **Wer Sicherheit nur finanzierbar gelten lässt, behandelt Menschenleben und Systemstabilität wie nachrangige Budgetposten.** Sachlich fair bleibt aber: Ein Staat kann Ressourcen nicht unbegrenzt ausgeben. Die vernünftige Gegenposition ist daher nicht „Geld spielt keine Rolle“, sondern: **Bei kritischer Infrastruktur darf Finanzierbarkeit nicht das letzte Kriterium sein; zuerst kommt die Notwendigkeit und das Schutzinteresse, dann die Finanzierung.** Kurz: **Nicht fanatisch muss man sein — aber man folgt einer Ideologie sehr weit, wenn man Sicherheit vom Kassenstand abhängig macht.**
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