Der moderne Nationalstaat zeichnet sich durch mehrere zentrale Merkmale aus: 1. **Staatsvolk**: Eine relativ klar abgegrenzte Bevölkerung, die sich meist durch gemeinsame Sprache, Kultur oder Ge...
Die Breschnew-Doktrin war eine außenpolitische Leitlinie der Sowjetunion, die 1968 vom damaligen Generalsekretär Leonid Breschnew formuliert wurde. Sie besagte, dass die Souveränität der sozialistischen Staaten durch die Interessen des gesamten sozialistischen Lagers begrenzt sei. Das bedeutete konkret: Wenn in einem sozialistischen Land der Sozialismus bedroht war, behielt sich die Sowjetunion das Recht vor, dort militärisch einzugreifen, um das sozialistische System zu schützen. Die Doktrin wurde vor allem zur Rechtfertigung des Einmarsches der Warschauer-Pakt-Staaten in die Tschechoslowakei im August 1968 verwendet, um den sogenannten "Prager Frühling" zu beenden. Sie prägte die sowjetische Außenpolitik bis zum Ende der 1980er Jahre. Kurz zusammengefasst: Die Breschnew-Doktrin legitimierte sowjetische Interventionen in anderen sozialistischen Staaten, wenn der Sozialismus dort gefährdet schien.
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