Wie stark kann ein elektromagnetisches Feld sein?

Antwort

Die Stärke eines elektromagnetischen Feldes kann sehr unterschiedlich sein und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. der Stromstärke, der Bauweise des Elektromagneten und dem verwendeten Material. **Magnetische Flussdichte (B-Feld):** - Die Stärke eines Magnetfelds wird meist in Tesla (T) gemessen. - Ein typischer Haushaltsmagnet hat etwa 0,01 bis 0,1 Tesla. - Starke Elektromagnete in Laboren erreichen mehrere Tesla, z. B. 10–20 T. - Die stärksten stationären Labormagnete erreichen derzeit etwa 45 T (z. B. im National High Magnetic Field Laboratory, USA: [https://nationalmaglab.org/](https://nationalmaglab.org/)). - Pulsierende Magnetfelder (nur für sehr kurze Zeit) können sogar über 100 T erreichen. **Elektrische Feldstärke (E-Feld):** - Die elektrische Feldstärke wird in Volt pro Meter (V/m) gemessen. - In der Praxis sind Felder von einigen 100.000 V/m (z. B. bei Hochspannungsleitungen) möglich. - In Laboren können mit speziellen Vorrichtungen auch Felder von mehreren Millionen V/m erzeugt werden. **Grenzen:** - Die praktische Grenze wird durch Materialeigenschaften (z. B. Sättigung von Eisenkernen), Kühlung und die Gefahr von elektrischen Durchschlägen gesetzt. - Theoretisch gibt es auch eine sogenannte Schwinger-Grenze (~4,4 × 10^9 T), bei der das Vakuum selbst instabil wird, aber solche Felder sind mit heutiger Technik unerreichbar. **Zusammengefasst:** Mit heutiger Technik sind stationäre Magnetfelder bis etwa 45 Tesla und elektrische Felder bis einige Millionen Volt pro Meter möglich. In Spezialfällen (z. B. Pulsfelder) können Magnetfelder kurzfristig noch deutlich stärker sein.

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