Wie funktioniert ein Larynxtubus?

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**Ein Larynxtubus hält die Atemwege offen, ohne dass er in die Luftröhre geschoben werden muss: Er wird meist in die Speiseröhre eingeführt, zwei aufblasbare Manschetten dichten Rachen und Speiseröhre ab, und die Beatmungsluft strömt durch seitliche Öffnungen dazwischen in den Kehlkopf und weiter in die Lunge.** ([flexikon.doccheck.com](https://flexikon.doccheck.com/de/Larynxtubus)) ## So funktioniert das Prinzip Der entscheidende Unterschied zur klassischen Intubation ist: Der Larynxtubus sitzt **nicht in der Trachea**, sondern **supraglottisch**, also oberhalb der Stimmritze. Dadurch ist er schneller und einfacher einzulegen, schützt aber die Atemwege **weniger zuverlässig** als ein Endotrachealtubus. ([flexikon.doccheck.com](https://flexikon.doccheck.com/de/Larynxtubus)) Typisch sind **zwei Cuffs**: - ein größerer Cuff dichtet den Rachenraum ab - ein kleinerer Cuff verschließt die Speiseröhre Zwischen diesen beiden Bereichen liegen Beatmungsöffnungen. Wenn darüber beatmet wird, kann die Luft bevorzugt in Richtung Kehlkopf und Lunge strömen. Genau deshalb funktioniert das System auch dann, wenn der Tubus „blind“ eingeführt wurde und im Ösophagus liegt. ([flexikon.doccheck.com](https://flexikon.doccheck.com/de/Larynxtubus)) ## Was das praktisch bedeutet Der Larynxtubus ist vor allem ein **Notfallinstrument** für bewusstlose Patienten, etwa bei Reanimation oder wenn eine normale Intubation schwierig ist. Sein großer Vorteil ist die **schnelle Atemwegssicherung ohne direkte Sicht auf die Stimmbänder**. ([flexikon.doccheck.com](https://flexikon.doccheck.com/de/Larynxtubus)) Ein häufiger Denkfehler ist, dass er „wie ein normaler Tubus“ die Lunge direkt erreicht. Das stimmt nicht. Er schafft eher einen **abgedichteten Luftkanal im Rachen**, über den die Beatmung möglich wird. Deshalb ist er einfacher, aber nicht die beste Lösung für maximalen Aspirationsschutz. ([flexikon.doccheck.com](https://flexikon.doccheck.com/de/Larynxtubus)) ## Einfaches Bild im Kopf Stell dir zwei aufgeblasene Stopfen vor: oben einer im Rachen, unten einer in der Speiseröhre. Dazwischen bleibt ein Bereich frei, aus dem die Luft nur noch in Richtung Kehlkopf entweichen kann — und genau so wird beatmet. ([flexikon.doccheck.com](https://flexikon.doccheck.com/de/Larynxtubus)) Bei neueren Modellen gibt es zusätzlich einen **Drainagekanal** für eine Magensonde. Das ist wichtig, weil damit Mageninhalt abgeleitet werden kann und der Tubus im Notfall praktischer und sicherer wird als ältere einfache Systeme. ([flexikon.doccheck.com](https://flexikon.doccheck.com/de/Larynxtubus))