Hepatischer Ikterus, auch als Leberikterus bekannt, entsteht durch eine Störung des Bilirubinstoffwechsels in der Leber. Bilirubin ist ein Abbauprodukt des Hämoglobins, das in der Leber verarbeitet wird. Bei einer Schädigung der Leberzellen, wie sie bei Leberentzündungen (Hepatitis), Leberzirrhose oder anderen Lebererkrankungen vorkommen kann, ist die Fähigkeit der Leber, Bilirubin zu konjugieren und auszuscheiden, beeinträchtigt. Dies führt zu einer Ansammlung von unkonjugiertem Bilirubin im Blut, was die charakteristische Gelbfärbung der Haut und der Schleimhäute verursacht. Zusätzlich können auch andere Symptome wie Dunkelheit des Urins und eine hellere Stuhlfarbe auftreten. Die Behandlung des hepatischen Ikterus richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache der Lebererkrankung.