Das Fremdsprachenakzent-Syndrom (Foreign Accent Syndrome, FAS) wird als Syndrom bezeichnet, weil es sich um eine Gruppe von Symptomen handelt, die gemeinsam auftreten und ein bestimmtes klinisches Bild ergeben. Im Fall des Fremdsprachenakzent-Syndroms ist das Hauptsymptom, dass eine betroffene Person plötzlich mit einem Akzent spricht, der als fremd oder ungewöhnlich empfunden wird, obwohl sie diesen Akzent vorher nicht hatte und oft auch keine längere Zeit in dem entsprechenden Sprachraum verbracht hat. Der Begriff "Syndrom" wird in der Medizin verwendet, wenn mehrere Symptome oder Merkmale zusammen auftreten und ein charakteristisches Muster bilden, das auf eine bestimmte Störung oder Erkrankung hinweist. Beim Fremdsprachenakzent-Syndrom sind dies typischerweise: - Veränderungen in der Aussprache (Phonetik) - Veränderungen im Sprachrhythmus und in der Intonation - Veränderungen in der Sprachmelodie Diese Symptome treten meist nach einer Schädigung bestimmter Hirnareale auf, zum Beispiel nach einem Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder anderen neurologischen Erkrankungen. Die Veränderungen sind dabei so ausgeprägt, dass die Sprache für Außenstehende wie ein fremder Akzent klingt. Zusammengefasst: Es heißt "Syndrom", weil es sich um ein charakteristisches Bündel von Symptomen handelt, das gemeinsam auftritt und eine bestimmte neurologische Störung beschreibt.