Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass nach einer Hüft-OP auch die andere Hüfte operiert werden muss, wenn bisher keine Schmerzen bestehen?

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Ohne aktuelle Beschwerden ist die Wahrscheinlichkeit, dass die andere Hüfte „auch operiert werden muss“, **nicht seriös als Prozentzahl** anzugeben, weil sie stark von der **Ursache** der ersten Operation und von **Befunden** (v. a. Röntgen/MRT) abhängt. Grundsätzlich gilt: - **Wenn die erste OP wegen Arthrose (Verschleiß) war:** Die andere Seite kann im Verlauf ebenfalls Arthrose entwickeln, **muss aber nicht**. Viele Menschen bleiben auf der Gegenseite lange beschwerdefrei oder benötigen nie eine OP. - **Wenn die Ursache systemisch ist** (z. B. entzündlich‑rheumatische Erkrankung, Hüftkopfnekrose, ausgeprägte Fehlstellung/Dysplasie, bestimmte Stoffwechsel-/Knochenprobleme): Dann ist das Risiko für beidseitige Beteiligung **tendenziell höher**. - **Entscheidend für „OP ja/nein“ sind Symptome und Funktion:** Eine Hüft-TEP wird in der Regel erst erwogen, wenn **anhaltende Schmerzen, deutliche Bewegungseinschränkung und Alltagsbeeinträchtigung** vorliegen und konservative Maßnahmen nicht mehr ausreichen. **Ohne Schmerzen** besteht meist **kein unmittelbarer OP-Anlass**, selbst wenn im Bild schon Veränderungen sichtbar wären. Praktisch heißt das: **Solange du keine Schmerzen und keine relevante Einschränkung hast, ist die kurzfristige Wahrscheinlichkeit eher niedrig**, aber eine belastbare Aussage geht nur über Diagnose/Verlauf und Bildgebung. Bei neuen Warnzeichen (z. B. belastungsabhängiger Leistenschmerz, Nachtschmerz, zunehmendes Hinken, deutliche Steifigkeit) sollte das zeitnah orthopädisch abgeklärt werden.

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