Was sind die Vor- und Nachteile von Impfungen laut STIKO?

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**Der wichtigste Punkt: Die STIKO empfiehlt Impfungen nicht pauschal, sondern nur dann, wenn der Nutzen für die jeweilige Gruppe klar größer ist als das Risiko.** Die Vorteile sind vor allem Schutz vor schweren Infektionen und Komplikationen; der Nachteil ist, dass Impfungen Nebenwirkungen haben können – meist kurz und harmlos, selten auch schwerwiegend. ([rki.de](https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Staendige-Impfkommission/Ueber-die-STIKO/stiko_inhalt.html)) ## Vorteile Impfungen verhindern nicht nur Ansteckungen, sondern vor allem schwere Krankheitsverläufe, Krankenhausaufenthalte, bleibende Schäden und Todesfälle. Genau das ist der praktische Kern: Das Risiko der Krankheit ist in der Regel deutlich höher als das Risiko der Impfung. Beim Beispiel Masern nennt das Paul-Ehrlich-Institut unter 1.000 Erkrankten unter anderem bis zu 140 Mittelohrentzündungen, bis zu 120 Durchfälle und bis zu 100 Lungenentzündungen. ([pei.de](https://www.pei.de/DE/newsroom/impfstofffakten-mythen/impfstofffakten-node.html)) Ein weiterer Vorteil wird oft zu oberflächlich erklärt: Impfungen schützen nicht nur dich selbst, sondern senken auch die Verbreitung in der Bevölkerung. Das ist besonders wichtig für Säuglinge, alte Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem, die selbst teils schlechter geschützt sind. Die STIKO bewertet deshalb nicht nur den Einzelnutzen, sondern auch die Wirkung auf Bevölkerungsebene in Deutschland. ([rki.de](https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Staendige-Impfkommission/Ueber-die-STIKO/stiko_inhalt.html)) ## Nachteile und Risiken Der echte Nachteil ist nicht „Gift im Impfstoff“, sondern dass jede wirksame Impfung Reaktionen auslösen kann: Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Fieber oder Gliederschmerzen. Das sind typische Immunreaktionen und meist nach kurzer Zeit vorbei. ([pei.de](https://www.pei.de/DE/newsroom/impfstofffakten-mythen/impfstofffakten-node.html)) Seltene schwere Nebenwirkungen sind möglich. Genau deshalb werden Impfstoffe nur zugelassen, wenn ihr Nutzen-Risiko-Verhältnis günstig ist, und genau deshalb werden Nebenwirkungen nach der Zulassung weiter überwacht. Ärztinnen und Ärzte müssen Verdachtsfälle schwerer Impfkomplikationen melden; das Paul-Ehrlich-Institut wertet diese Meldungen aus. ([pei.de](https://www.pei.de/DE/service/faq/arzneimittel/faq-impfstoffe-inhalt.html)) ## Was die STIKO dabei bedeutet Die STIKO ist keine allgemeine „Pro-Impf-Kommission“, sondern ein unabhängiges Expertengremium beim Robert Koch-Institut. Sie prüft Studien systematisch und bewertet für Deutschland, für wen eine Impfung sinnvoll ist, unter Einbeziehung von Alter, Vorerkrankungen, Epidemiologie und Impfstrategie. ([rki.de](https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Staendige-Impfkommission/Rechtliche-Grundlagen/rechtl_grundlagen_inhalt.html)) Der entscheidende Unterschied zu vielen pauschalen Debatten ist also: Man muss nicht fragen „Impfen – ja oder nein?“, sondern „Welche Impfung, für wen, in welchem Alter und mit welchem konkreten Nutzen?“ Genau dafür gibt es die STIKO-Empfehlungen. ([rki.de](https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Staendige-Impfkommission/Ueber-die-STIKO/stiko_inhalt.html)) ## Klare Einordnung Für die von der STIKO empfohlenen Standardimpfungen überwiegen die Vorteile klar. Der häufigste Denkfehler ist, harmlose kurzfristige Impfreaktionen direkt mit den möglichen Folgen der eigentlichen Infektion gleichzusetzen – medizinisch ist das nicht vergleichbar. ([pei.de](https://pei.de/DE/newsroom/impfstofffakten-mythen/impfstofffakten-node.html?cms_activeFAQ=501620))

Kategorie: Medizin Tags: Impfung STIKO Impfschutz

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