Bei der Sonographie der Leber sollten folgende Regeln beachtet werden: 1. **Patientenlagerung**: Der Patient sollte in der Regel in Rückenlage oder leicht linksseitig gelagert werden, um die Leber besser darzustellen. 2. **Vorbereitung**: Eine Nüchternheit von mindestens 6 Stunden vor der Untersuchung kann hilfreich sein, um Gasansammlungen im Darm zu minimieren. 3. **Ultraschallgerät**: Verwende ein hochauflösendes Ultraschallgerät mit geeigneten Sonden (z.B. 3-5 MHz für Erwachsene, 5-7,5 MHz für Kinder). 4. **Technik**: Beginne mit der Untersuchung der Leber in longitudinaler und transversaler Ansicht. Achte auf die Darstellung der Lebergrenzen, der Gefäße und der Gallenblase. 5. **Echogenität**: Beurteile die Echogenität der Leber im Vergleich zu den umgebenden Strukturen, wie der Niere. Eine erhöhte oder verringerte Echogenität kann auf pathologische Veränderungen hinweisen. 6. **Vaskularisation**: Untersuche die Lebergefäße, insbesondere die Pfortader und die Leberarterie, auf Durchblutungsstörungen oder Thrombosen. 7. **Pathologische Befunde**: Achte auf mögliche Läsionen, Zysten, Tumoren oder Zeichen einer Leberzirrhose. 8. **Dokumentation**: Halte alle Befunde sorgfältig fest, einschließlich Bilder und Messungen von auffälligen Strukturen. 9. **Nachbesprechung**: Bespreche die Ergebnisse mit dem Patienten und gegebenenfalls mit dem überweisenden Arzt. Diese Regeln helfen, eine präzise und aussagekräftige Sonographie der Leber durchzuführen.