Ja – Melatonin kann paradox wirken: Statt müde zu machen, macht es manche Menschen wacher, unruhiger oder verschlechtert den Schlaf. Häufig liegt das nicht an einer „umgekehrten...
Wie beeinflusst Lorazepam die Atemmuskulatur?
Antwort vomLorazepam gehört zur Gruppe der Benzodiazepine und wirkt beruhigend, angstlösend, muskelentspannend und schlaffördernd. Es beeinflusst das zentrale Nervensystem, indem es die Wirkung des Neurotransmitters GABA verstärkt. Auf die Atemmuskulatur wirkt Lorazepam vor allem dämpfend: Es kann die Aktivität des Atemzentrums im Gehirn herabsetzen und die Muskelspannung der Atemmuskulatur verringern. Bei gesunden Menschen ist diese Wirkung in therapeutischen Dosen meist gering. Bei höheren Dosen, bei gleichzeitiger Einnahme anderer zentral dämpfender Substanzen (wie Alkohol oder Opioiden) oder bei vorbestehenden Atemwegserkrankungen (z. B. COPD, Schlafapnoe) kann Lorazepam jedoch zu einer gefährlichen Atemdepression führen. Das bedeutet, die Atmung wird flacher und langsamer, im Extremfall kann es zu Atemstillstand kommen. Zusammengefasst: Lorazepam kann die Atemmuskulatur entspannen und die Atemantriebe dämpfen, was vor allem bei Überdosierung oder Risikopatienten zu einer gefährlichen Atemdepression führen kann.