B-Zellen sind die Immunzellen, die Antikörper herstellen. Bei PPMS sind sie wichtig, weil sie Entzündungen im Nervensystem mit antreiben können – deshalb wirken manche MS-Therapie...
Warum ist es nicht gut, wenn das Immunsystem durch Medikamente unterdrückt wird?
Antwort vomWenn das Immunsystem durch Medikamente unterdrückt wird (Immunsuppression), ist das oft medizinisch sinnvoll oder sogar notwendig (z. B. nach Organtransplantation oder bei Autoimmunerkrankungen). „Nicht gut“ ist es vor allem wegen der typischen Risiken: - **Mehr und schwerere Infektionen:** Der Körper kann Viren, Bakterien und Pilze schlechter abwehren; Infektionen verlaufen häufiger schwer oder atypisch. - **Reaktivierung „schlafender“ Erreger:** Bereits vorhandene Infektionen können wieder aufflammen (z. B. Herpesviren; auch Tuberkulose kann reaktiviert werden). - **Schlechtere Krebsüberwachung:** Das Immunsystem erkennt und beseitigt entartete Zellen mit; bei starker/ langer Unterdrückung kann das **Krebsrisiko** steigen (je nach Medikament und Dosis). - **Schwächere Impfantwort:** Impfungen wirken teils schlechter; **Lebendimpfstoffe** können unter Immunsuppression gefährlich sein. - **Langsamere Wundheilung und höhere Komplikationsrate:** Entzündungs- und Reparaturprozesse laufen gedämpft ab. - **Nebenwirkungen je nach Wirkstoff:** z. B. Kortison kann u. a. Blutzucker erhöhen, Knochen schwächen (Osteoporose) und Blutdruck steigern; andere Immunsuppressiva können Leber, Nieren oder Blutbild belasten. Trotzdem gilt: Das Risiko der Immunsuppression wird in der Medizin gegen den Nutzen abgewogen und durch Dosis, Monitoring und Infektionsschutzmaßnahmen möglichst klein gehalten.
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