Gehört Morphin zur indirekten Sterbehilfe?

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Morphin kann in der Palliativmedizin zur Linderung von Schmerzen und Atemnot bei schwerkranken Patienten eingesetzt werden. Es gehört jedoch nicht direkt zur indirekten Sterbehilfe. Indirekte Sterbehilfe bedeutet, dass durch die Gabe von Medikamenten zur Symptomlinderung unbeabsichtigt eine Lebensverkürzung eintreten kann. Wenn Morphin in diesem Kontext verwendet wird, um Leiden zu lindern, und dabei möglicherweise das Leben verkürzt, könnte es als indirekte Sterbehilfe betrachtet werden. Der primäre Zweck ist jedoch die Symptomkontrolle und nicht die Lebensverkürzung.

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