Erkläre das Druck-Volumendiagramm in Beziehung mit dem Sympathikus.

Antwort

Ein Druck-Volumen-Diagramm (P-V-Diagramm) ist ein grafisches Werkzeug, das die Beziehung zwischen dem Druck und dem Volumen in den Herzkammern während eines Herzzyklus darstellt. Es wird häufig verwendet, um die mechanische Arbeit des Herzens und die Herzfunktion zu analysieren. Der Sympathikus ist ein Teil des autonomen Nervensystems, der die "Kampf-oder-Flucht"-Reaktion steuert und die Herzaktivität beeinflusst. Wenn der Sympathikus aktiviert wird, hat dies mehrere Effekte auf das Herz, die sich im P-V-Diagramm widerspiegeln können: 1. **Erhöhung der Herzfrequenz (Chronotropie)**: Der Sympathikus erhöht die Herzfrequenz, was zu einer schnelleren Abfolge der Herzzyklen führt. Dies kann dazu führen, dass die einzelnen Zyklen im P-V-Diagramm dichter beieinander liegen. 2. **Erhöhung der Kontraktilität (Inotropie)**: Der Sympathikus erhöht die Kontraktilität des Herzmuskels, was zu einer stärkeren Kontraktion und damit zu einem höheren Druck bei gleichem Volumen führt. Im P-V-Diagramm zeigt sich dies durch eine steilere und höhere Druckanstiegskurve während der Systole. 3. **Erhöhung des Schlagvolumens**: Durch die erhöhte Kontraktilität und die verbesserte Füllung des Herzens (durch eine schnellere Entspannung und Füllung während der Diastole) kann das Schlagvolumen zunehmen. Dies führt zu einer Verschiebung der End-Systolischen Druck-Volumen-Kurve (ESPVR) nach links und oben, was auf eine effizientere Auswurfleistung hinweist. 4. **Vasokonstriktion**: Der Sympathikus kann auch eine Vasokonstriktion (Verengung der Blutgefäße) bewirken, was den Nachlastdruck (den Druck, gegen den das Herz pumpen muss) erhöht. Dies kann im P-V-Diagramm zu einem höheren Druck während der Systole führen. Zusammengefasst zeigt das P-V-Diagramm unter Einfluss des Sympathikus typischerweise eine erhöhte Herzfrequenz, eine erhöhte Kontraktilität, ein größeres Schlagvolumen und möglicherweise einen höheren Nachlastdruck. Diese Veränderungen sind Ausdruck der gesteigerten Leistungsfähigkeit des Herzens unter sympathischer Stimulation.

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