Welche Beobachtungen macht die Pflege im Alltag bei Anorexia nervosa?

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Bei Anorexia nervosa beobachtet die Pflege im Alltag typischerweise: - **Essverhalten:** sehr kleine Portionen, Auslassen von Mahlzeiten, langsames Essen, Zerteilen von Nahrung, Vermeiden kalorienreicher Speisen, Rituale beim Essen - **Gewicht und Körperbild:** starkes Untergewicht, häufiges Wiegen, große Angst vor Gewichtszunahme, verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers - **Verhalten:** Rückzug, Reizbarkeit, Unruhe, starker Bewegungsdrang, heimliches Sporttreiben - **Kompensationsverhalten:** Erbrechen, Missbrauch von Abführmitteln oder Entwässerungsmitteln, Verstecken oder Wegwerfen von Essen - **Körperliche Zeichen:** Müdigkeit, Frieren, blasse/trockene Haut, Schwindel, niedriger Puls, niedriger Blutdruck, Konzentrationsschwäche - **Psychische Auffälligkeiten:** Zwanghaftigkeit, depressive Stimmung, Angst, starke Kontrolle über Essen und Alltag - **Soziales Verhalten:** Meiden gemeinsamer Mahlzeiten, Konflikte rund ums Essen, sozialer Rückzug - **Pflegerelevante Risiken:** Mangelernährung, Dehydratation, Kreislaufprobleme, Elektrolytstörungen, Sturzgefahr Wichtig in der Pflege sind außerdem: - regelmäßige **Beobachtung von Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme** - **Gewichtskontrollen** nach Vorgabe - Beobachtung nach Mahlzeiten, z. B. auf **Erbrechen oder exzessive Bewegung** - **wertschätzende, klare und nicht wertende Haltung** im Umgang Kurz gesagt: Die Pflege beobachtet vor allem **Essverhalten, körperliche Warnzeichen, psychische Veränderungen und mögliche Vermeidungs- oder Kompensationsstrategien**.

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