Was ist ein Pflegemodell?

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**Ein Pflegemodell erklärt, wie Pflege systematisch gedacht und durchgeführt wird: Es hilft, Probleme zu erkennen, Ziele festzulegen und passende Maßnahmen begründet umzusetzen. Ohne Pflegemodell bleibt Pflege oft unsystematisch und schwer nachvollziehbar.** ## Was ein Pflegemodell ist Ein Pflegemodell ist eine fachliche Orientierung für die Pflege. Es beschreibt, **worauf Pflege achten soll**, **welche Bedürfnisse eines Menschen im Mittelpunkt stehen** und **wie Pflegehandlungen begründet werden**. Praktisch bedeutet das: Ein Pflegemodell gibt Pflegekräften eine Struktur, damit sie nicht nur „Tätigkeiten ausführen“, sondern gezielt und professionell handeln. ## Wozu es gebraucht wird Der entscheidende Nutzen ist: Pflege wird **planbar, begründbar und überprüfbar**. Dadurch kann man: - den Pflegebedarf besser einschätzen - individuelle Pflegeziele festlegen - Maßnahmen passend auswählen - Veränderungen schneller erkennen - Pflege dokumentieren und fachlich begründen ## Einfaches Beispiel Wenn ein Bewohner sturzgefährdet ist, reicht es nicht, nur „aufpassen“ zu sagen. Ein Pflegemodell hilft dabei, genauer zu denken: - Warum ist die Person sturzgefährdet - Welche Fähigkeiten sind noch vorhanden - Was soll erhalten oder verbessert werden - Welche konkrete Unterstützung ist sinnvoll So wird aus einer allgemeinen Beobachtung ein klarer Pflegeplan. ## Bekannte Pflegemodelle Bekannt sind zum Beispiel: - **AEDL** nach Monika Krohwinkel - **ATL** nach Nancy Roper - das **Selbstpflegemodell** nach Dorothea Orem Der wichtige Unterschied: Manche Modelle schauen stärker auf **Alltagsaktivitäten**, andere stärker auf **Selbstständigkeit** oder **Beziehungen und Bedürfnisse**. ## Wichtig zu verstehen Ein Pflegemodell ist **keine einzelne Pflegemaßnahme** und auch **keine bloße Dokumentationshilfe**. Es ist die fachliche Grundlage hinter der Pflege. Genau deshalb ist es in Ausbildung, Praxis und Pflegeplanung so wichtig.

Kategorie: Medizin Tags: Pflege Modell Theorie

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