Wie läuft eine Intubation ab?

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Bei einer Intubation wird ein Schlauch (Endotrachealtubus) in die Luftröhre eingeführt, um die Atemwege freizuhalten und die Beatmung zu sichern. Der Ablauf einer typischen orotrachealen Intubation sieht folgendermaßen aus: 1. **Vorbereitung**: - Überprüfung und Bereitstellung des benötigten Materials (Tubus, Laryngoskop, Absauggerät, Beatmungsbeutel, ggf. Medikamente). - Überwachung des Patienten (z. B. Pulsoxymetrie, EKG). - Lagerung des Patienten in Rückenlage, Kopf überstreckt („Schnüffelposition“). 2. **Präoxygenierung**: - Der Patient erhält vorab reinen Sauerstoff über eine Maske, um die Sauerstoffreserven zu erhöhen. 3. **Einleitung der Narkose** (bei nicht bewusstlosen Patienten): - Verabreichung von Narkose- und ggf. Muskelrelaxanzien. 4. **Laryngoskopie**: - Mit dem Laryngoskop wird der Mund geöffnet und die Zunge angehoben, um die Stimmbänder sichtbar zu machen. 5. **Einführen des Tubus**: - Der Endotrachealtubus wird vorsichtig durch den Mund zwischen die Stimmbänder in die Luftröhre geschoben. 6. **Lagekontrolle**: - Überprüfung der korrekten Tubuslage durch Auskultation der Lunge, Beobachtung der Thoraxbewegungen und ggf. Messung des CO₂-Gehalts in der Ausatemluft (Kapnographie). 7. **Fixierung**: - Der Tubus wird mit einem Band oder Pflaster fixiert, damit er nicht verrutscht. 8. **Anschluss an Beatmungsgerät**: - Der Patient wird über den Tubus beatmet. Die Intubation ist ein medizinischer Eingriff, der von geschultem Personal durchgeführt werden muss, da Komplikationen wie Verletzungen, Fehlintubation oder Sauerstoffmangel auftreten können.

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