Vergleich der Wortwahl am Anfang und Ende von 'Nachts schlafen die Ratten doch' von Wolfgang Borchert.

Antwort

In Wolfgang Borcherts Kurzgeschichte "Nachts schlafen die Ratten doch" spielt die Wortwahl eine entscheidende Rolle für die Stimmung und die Entwicklung der Charaktere. Am Anfang der Geschichte wird eine düstere, bedrückende Atmosphäre geschaffen. Die Sprache ist geprägt von einer gewissen Kargheit und einem Gefühl der Verlorenheit. Der Protagonist, ein junger Mann, ist in einer zerstörten Umgebung gefangen, was durch die Verwendung von einfachen, aber eindringlichen Worten verstärkt wird. Diese Wortwahl spiegelt die Verzweiflung und die Traurigkeit der Nachkriegszeit wider. Im Gegensatz dazu verändert sich die Wortwahl am Ende der Geschichte. Hier wird die Sprache emotionaler und intensiver. Die Worte sind durchdrungen von Hoffnung und einer Art von Menschlichkeit, die im Laufe der Erzählung wiederentdeckt wird. Der Dialog zwischen den Charakteren wird lebendiger, und es gibt eine spürbare Entwicklung in der Beziehung zwischen dem Jungen und dem alten Mann. Der Vergleich der Wortwahl zu Beginn und am Ende zeigt somit eine Transformation: von einer kalten, distanzierten Beschreibung der Realität hin zu einer emotionalen Verbindung zwischen den Charakteren. Diese Entwicklung unterstreicht das zentrale Thema der Geschichte, das die Suche nach Menschlichkeit und Hoffnung in einer trostlosen Welt thematisiert.

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