Es gibt keine eindeutigen Belege dafür, dass Josephine Tey (eigentlich Elizabeth Mackintosh, 1896–1952), die schottische Schriftstellerin und Dramatikerin, Antisemitin war. In ihren bekannt... [mehr]
„Der Jude von Venedig“ ist die deutsche Übersetzung des Titels von William Shakespeares Theaterstück „The Merchant of Venice“ („Der Kaufmann von Venedig“). Das Stück gilt als antisemitisch, weil es zentrale antisemitische Stereotype und Vorurteile bedient, die im Europa der Frühen Neuzeit weit verbreitet waren. Im Mittelpunkt steht die Figur des Shylock, ein jüdischer Geldverleiher. Shylock wird im Stück als gierig, rachsüchtig und unmenschlich dargestellt – Eigenschaften, die damals häufig Juden zugeschrieben wurden. Besonders bekannt ist die Szene, in der Shylock auf die Einhaltung eines Vertrags pocht, der ihm erlaubt, ein Pfund Fleisch aus dem Körper seines Schuldners Antonio zu schneiden. Diese Darstellung verstärkt das Bild des „bösen Juden“, der angeblich ohne Mitgefühl und nur auf seinen Vorteil bedacht ist. Zudem wird Shylock im Verlauf des Stücks öffentlich gedemütigt, verliert sein Vermögen und wird gezwungen, zum Christentum zu konvertieren. Diese Behandlung spiegelt die gesellschaftliche Ausgrenzung und Diskriminierung wider, die Juden in Europa über Jahrhunderte erfahren haben. Ob Shakespeare selbst antisemitisch war oder ob er mit Shylock eine differenziertere Figur schaffen wollte, ist unter Literaturwissenschaftlern umstritten. Dennoch hat das Stück durch seine Darstellung und die Wirkungsgeschichte zur Verbreitung und Festigung antisemitischer Vorurteile beigetragen. Weitere Informationen findest du z.B. bei der Bundeszentrale für politische Bildung: https://www.bpb.de/lernen/angebote/werkstatt/werkstatt-geschichte/252969/antisemitismus-in-der-literatur/
Es gibt keine eindeutigen Belege dafür, dass Josephine Tey (eigentlich Elizabeth Mackintosh, 1896–1952), die schottische Schriftstellerin und Dramatikerin, Antisemitin war. In ihren bekannt... [mehr]
Die vollständige Auflistung aller Figuren aus allen Stücken von William Shakespeare ist sehr umfangreich, da seine Werke über 1000 verschiedene Charaktere umfassen. Hier eine Auswahl de... [mehr]
Ja, Karl Marx hat Shakespeare gelesen und sich intensiv mit dessen Werken auseinandergesetzt. Shakespeare war für Marx eine wichtige literarische und kulturelle Referenz. In seinen Schriften, ins... [mehr]
Ja, „Der zerbrochne Krug“ von Heinrich von Kleist lässt sich als klassisches Drama mit den typischen Stationen wie Exposition, steigende Handlung, Klimax, Peripetie und Lösung (K... [mehr]
„Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist wird häufig als Komödie oder Lustspiel bezeichnet, nicht als klassisches Drama im engeren Sinne. Ein klassisches Drama – etwa... [mehr]
Die Titelfigur bei Gotthold Ephraim Lessing ist die Hauptfigur eines seiner Werke, nach der das Werk benannt ist. Das bekannteste Beispiel ist „Nathan der Weise“. In diesem Drama ist Natha... [mehr]
Peter Quinz (im englischen Original: Peter Quince) ist im Stück „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare ein Handwerker und der Leiter der Schauspielertruppe, die das Stüc... [mehr]
Beide Werke, **„Mario und der Zauberer“** von Thomas Mann (1930) und **„Der gute Gott von Manhattan“** von Ingeborg Bachmann (1958), sind bedeutende literarische Texte des 20.... [mehr]
„Leben des Galilei“ von Bertolt Brecht und „Der gute Gott von Manhattan“ von Ingeborg Bachmann sind zwei bedeutende Theaterstücke des 20. Jahrhunderts, die sich in Themati... [mehr]
Sowohl „Der Trafikant“ von Robert Seethaler als auch „Leben des Galilei“ von Bertolt Brecht sind literarische Werke, die sich mit gesellschaftlichen Umbrüchen, individuell... [mehr]