Im Roman „Suna Valo“ von Nils Mohl ist ein Ich-Erzähler vertreten. Die Geschichte wird aus der Perspektive der Hauptfigur, Suna, erzählt. Dadurch erhält man als Leser*in ein... [mehr]
Die Fokalisierung ist ein Begriff aus der Erzähltheorie, der beschreibt, aus welcher Perspektive die Informationen in einer Erzählung vermittelt werden. Es geht darum, wer das Wissen über die Ereignisse und Charaktere besitzt und wie dieses Wissen an den Leser weitergegeben wird. Es gibt drei Haupttypen der Fokalisierung: 1. **Nullfokalisierung (auktoriale Erzählsituation)**: Der Erzähler weiß mehr als die Figuren und hat einen allwissenden Überblick über die Handlung und die Gedanken der Charaktere. 2. **Interne Fokalisierung**: Der Erzähler weiß nur so viel wie eine bestimmte Figur und vermittelt die Geschichte aus deren Perspektive. Es gibt drei Untertypen: - **Feste interne Fokalisierung**: Die Perspektive bleibt bei einer einzigen Figur. - **Variable interne Fokalisierung**: Die Perspektive wechselt zwischen verschiedenen Figuren. - **Multiple interne Fokalisierung**: Dieselbe Handlung wird aus den Perspektiven mehrerer Figuren erzählt. 3. **Externe Fokalisierung**: Der Erzähler weiß weniger als die Figuren und berichtet nur das, was von außen beobachtbar ist, ohne Einblick in die Gedanken und Gefühle der Charaktere zu geben. Diese Konzepte helfen dabei, die Struktur und die Perspektive einer Erzählung zu analysieren und zu verstehen.
Im Roman „Suna Valo“ von Nils Mohl ist ein Ich-Erzähler vertreten. Die Geschichte wird aus der Perspektive der Hauptfigur, Suna, erzählt. Dadurch erhält man als Leser*in ein... [mehr]
In der Ballade „Nis Randers“ von Otto Ernst gibt es eine klare Erzählperspektive: Es handelt sich um einen auktorialen Erzähler (allwissenden Erzähler). Dieser steht au&szli... [mehr]
Annette von Droste-Hülshoffs Ballade „Der Knabe im Moor“ (1842) liegt kein lyrisches Ich zugrunde. Die Erzählperspektive ist eine auktoriale (allwissende) Erzählinstanz, die... [mehr]
Ob ein lyrisches Ich vorliegt, erkennst du daran, ob im Gedicht eine Ich-Person spricht, also Formulierungen wie „ich“, „mein“, „mir“ oder „mich“ verwen... [mehr]