Wurde Cystein aus Chinesenhaaren bis 2000 in deutschen Brötchen verwendet?

Antwort

Ja, das stimmt. Bis etwa zum Jahr 2000 wurde in Deutschland – wie auch in anderen Ländern – L-Cystein, eine Aminosäure, häufig als Mehlbehandlungsmittel in Backwaren wie Brötchen verwendet. Ein Großteil des industriell hergestellten L-Cysteins wurde damals tatsächlich aus menschlichem Haar gewonnen, wobei ein erheblicher Teil dieses Rohstoffs aus China stammte. Das Verfahren war kostengünstig und lieferte große Mengen an Cystein. Um die Jahrtausendwende herum wurde diese Praxis zunehmend kritisch gesehen, sowohl aus hygienischen als auch aus ethischen Gründen. In der Folge wurde die Herstellung von L-Cystein aus menschlichem Haar in Europa weitgehend eingestellt. Heute wird L-Cystein meist biotechnologisch, etwa durch Fermentation mit Mikroorganismen, oder aus tierischen Quellen (z. B. Schweineborsten) gewonnen. Weitere Informationen findest du z. B. beim [Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)](https://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zu_l_cystein_aus_menschlichem_haar-5401.html).

KI fragen

Verwandte Fragen

Stammt Spitzkohl ursprünglich aus China?

Spitzkohl stammt ursprünglich nicht aus China, sondern ist eine Varietät des Weißkohls (Brassica oleracea var. capitata f. alba). Er wurde in Europa gezüchtet und ist vor allem in... [mehr]

Werden die Teiglinge von Aldi aus China importiert?

Die Teiglinge (z. B. Brötchen, Baguettes, Croissants) bei ALDI stammen in der Regel von regionalen oder europäischen Herstellern und nicht aus China. ALDI legt Wert auf kurze Lieferketten un... [mehr]

Woher stammen die Brötchen von Aldi?

Aldis Brötchen stammen in der Regel von regionalen oder nationalen Großbäckereien, mit denen Aldi zusammenarbeitet. Die genauen Lieferanten können je nach Region und Filiale unter... [mehr]