Wie groß muss eine Regenwasserversickerungsgrube für 25m² Dach sein?

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Die Größe einer Regenwasserversickerungsgrube hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die Niederschlagsmenge in deiner Region, die Bodenbeschaffenheit und die Versickerungsrate des Bodens. Eine allgemeine Faustregel besagt, dass pro Quadratmeter Dachfläche etwa 1 Liter Wasser pro Millimeter Niederschlag anfällt. Um die Größe der Grube zu berechnen, kannst du folgende Schritte befolgen: 1. **Niederschlagsmenge bestimmen**: Finde heraus, wie viel Niederschlag in deiner Region durchschnittlich pro Jahr fällt. Diese Information kannst du oft bei lokalen Wetterdiensten oder Umweltbehörden finden. 2. **Wassermenge berechnen**: Multipliziere die Dachfläche (25 m²) mit der durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge (in mm). Beispiel: Bei 800 mm Niederschlag pro Jahr wären das 25 m² * 800 mm = 20.000 Liter pro Jahr. 3. **Versickerungsrate des Bodens**: Bestimme die Versickerungsrate deines Bodens. Diese kann stark variieren, je nachdem ob der Boden sandig, lehmig oder tonhaltig ist. Ein Bodengutachten kann hier genaue Werte liefern. 4. **Größe der Grube**: Die Größe der Grube sollte so bemessen sein, dass sie das anfallende Wasser aufnehmen und versickern lassen kann. Ein grober Richtwert ist, dass die Grube etwa 10-20% des jährlichen Niederschlagsvolumens aufnehmen können sollte, um auch bei Starkregenereignissen nicht überzulaufen. Ein Beispiel: Wenn du 20.000 Liter pro Jahr hast und eine Versickerungsrate von 10% annimmst, sollte die Grube etwa 2.000 Liter fassen können. Das entspricht einem Volumen von 2 m³. Es ist jedoch ratsam, einen Fachmann oder ein Ingenieurbüro zu konsultieren, um eine genaue Berechnung und Dimensionierung der Versickerungsgrube vorzunehmen, da lokale Gegebenheiten und spezifische Anforderungen berücksichtigt werden müssen.

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