Führt eine Wasserenthärtungsanlage für Trinkwasser zu Magnesium-Mangel?

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Die Verwendung einer Wasserenthärtungsanlage, die nach dem Ionenaustausch-Prinzip arbeitet, kann tatsächlich dazu führen, dass das Trinkwasser weniger Magnesium enthält. Bei diesem Verfahren werden Calcium- und Magnesiumionen im Wasser gegen Natriumionen ausgetauscht, um Kalkablagerungen zu verhindern. Allerdings ist der Beitrag von Trinkwasser zur Magnesiumversorgung im Vergleich zur Nahrung meist relativ gering. In Deutschland liegt der durchschnittliche Magnesiumgehalt im Leitungswasser zwischen 5 und 30 mg pro Liter, während der Tagesbedarf für Erwachsene etwa 300–400 mg beträgt. Das bedeutet, dass selbst bei einem Konsum von 2 Litern Wasser pro Tag maximal etwa 60 mg Magnesium aus dem Wasser aufgenommen werden – der Großteil des Bedarfs wird also über die Nahrung gedeckt (z. B. durch Vollkornprodukte, Nüsse, Gemüse). Fazit: Die Nutzung einer Wasserenthärtungsanlage kann den Magnesiumgehalt im Trinkwasser senken, aber ein Magnesium-Mangel entsteht dadurch in der Regel nicht, sofern die Ernährung ausgewogen ist. Bei sehr einseitiger Ernährung oder bereits bestehendem Magnesiummangel kann es jedoch sinnvoll sein, auf die Mineralstoffzufuhr zu achten. Weitere Informationen findest du z. B. beim [Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)](https://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zu_wasserenthaertungsanlagen-191284.html).

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