Was passiert histologisch bei einer Harnblasenentzündung?

Antwort

Bei einer Harnblasenentzündung, auch als Zystitis bekannt, treten histologische Veränderungen in der Blasenwand auf. Diese Veränderungen umfassen: 1. **Entzündliche Infiltration**: Es kommt zu einer Ansammlung von Entzündungszellen, insbesondere neutrophilen Granulozyten, in der Schleimhaut der Blase. Diese Zellen sind Teil der Immunantwort auf die Infektion. 2. **Epithelveränderungen**: Das Urothel (die innere Auskleidung der Blase) kann geschädigt oder geschwollen sein. In schweren Fällen kann es zu einer Erosion oder Desquamation (Abschilferung) des Epithels kommen. 3. **Ödem**: Die Schleimhaut kann anschwellen, was auf eine erhöhte Durchlässigkeit der Blutgefäße und eine Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe hinweist. 4. **Fibrose**: Bei chronischen Entzündungen kann es zu einer Verdickung des Bindegewebes kommen, was als Fibrose bezeichnet wird. 5. **Vaskularisation**: Eine erhöhte Blutgefäßneubildung kann ebenfalls beobachtet werden, was auf die entzündliche Reaktion hinweist. Diese histologischen Veränderungen sind charakteristisch für eine akute Zystitis, während chronische Formen der Zystitis andere, langanhaltende Veränderungen aufweisen können.

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