Was ist stationsäquivalente Behandlung (StäB)?

Antwort

Stationsäquivalente Behandlung (StäB) ist ein spezielles psychiatrisches Versorgungsangebot in Deutschland. Sie ermöglicht es, Patientinnen und Patienten mit schweren psychischen Erkrankungen eine Behandlung auf dem Niveau einer stationären Krankenhausaufnahme zu Hause oder in ihrem gewohnten Umfeld zu bieten. Die wichtigsten Merkmale der StäB: - **Behandlungsniveau:** Die Behandlung entspricht in Umfang und Intensität einer vollstationären psychiatrischen Behandlung im Krankenhaus. - **Ort der Behandlung:** Die Patientinnen und Patienten bleiben in ihrem häuslichen Umfeld und werden dort von einem multiprofessionellen Team (z. B. Ärzt*innen, Pflegekräfte, Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen) betreut. - **Zielgruppe:** Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen, bei denen eine vollstationäre Behandlung notwendig wäre, die aber von einer Behandlung im häuslichen Umfeld profitieren können. - **Rechtliche Grundlage:** Die StäB ist im § 115d SGB V geregelt. - **Ablauf:** Das Behandlungsteam besucht die Patient*innen in der Regel täglich, koordiniert Therapien, Medikamente und weitere Hilfen und steht in engem Kontakt mit Angehörigen und anderen Unterstützern. **Vorteile der StäB:** - Vermeidung einer stationären Aufnahme und damit verbundener Belastungen - Erhalt des sozialen Umfelds und der Alltagsstruktur - Individuellere und alltagsnähere Behandlung Weitere Informationen findest du z. B. bei der [Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)](https://www.dgppn.de/themen/versorgung/staeb.html).

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