Warum bekommt ein Patient unter Tyrosinkinasehemmern trockene Augen?

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Tyrosinkinasehemmer (TKIs) sind eine Klasse von Medikamenten, die häufig zur Behandlung von bestimmten Krebsarten eingesetzt werden. Sie wirken, indem sie die Aktivität von Tyrosinkinasen blockieren, die für das Wachstum und die Teilung von Zellen wichtig sind. Trockene Augen können bei Patienten, die TKIs einnehmen, aus mehreren Gründen auftreten: 1. **Beeinträchtigung der Tränenproduktion**: TKIs können die Funktion der Tränendrüsen beeinträchtigen, was zu einer verminderten Produktion von Tränenflüssigkeit führt. 2. **Entzündungsreaktionen**: Einige TKIs können entzündliche Prozesse im Körper fördern, die auch die Augen betreffen können. Entzündungen können die Tränenfilmstabilität beeinträchtigen und zu Trockenheit führen. 3. **Nebenwirkungen auf die Schleimhäute**: TKIs können allgemein die Schleimhäute im Körper beeinflussen, was auch die Augenoberfläche betrifft. Dies kann zu einer erhöhten Reibung und Trockenheit führen. 4. **Systemische Effekte**: Da TKIs das gesamte Körpersystem beeinflussen, können sie auch die Mikrozirkulation und die Nährstoffversorgung der Augen beeinträchtigen, was ebenfalls zu trockenen Augen führen kann. Es ist wichtig, dass Patienten, die unter trockenen Augen leiden, dies mit ihrem Arzt besprechen, um geeignete Maßnahmen zur Linderung der Symptome zu finden.

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