Warum löst wenig Tageslicht Depression aus?

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Wenig Tageslicht kann Depressionen auslösen oder verstärken, weil eine wichtige Rolle bei der Regulierung des circadianen Rhythmus und der Produktion von Hormonen wie Serotonin spielt. Serotonin ist ein Neurotransmitter, der Stimmung und Wohlbefinden beeinflusst. Bei unzureichendem Licht kann die Serotoninproduktion sinken, was zu Symptomen von Depression führen kann. Zudem kann ein Mangel an Tageslicht die Produktion von Melatonin, einem Hormon, das den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert, stören. Dies kann zu Schlafstörungen und einer weiteren Verschlechterung der Stimmung führen. In Regionen mit langen, dunklen Wintern ist das Risiko für saisonale affektive Störungen (SAD) erhöht, eine Form der Depression, die mit Lichtmangel in Verbindung steht.

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