Warum kann Stress den Hunger am Morgen verstärken (über Ghrelin und Leptin)?

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Stress am Morgen kann Hunger verstärken, weil er die hormonelle Appetitsteuerung verschiebt – unter anderem über **Ghrelin** (macht hungrig) und **Leptin** (sättigt; oft fälschlich als „Peptin“ bezeichnet). - **Ghrelin steigt unter Stress oft an:** Akuter psychischer Stress und besonders **Schlafmangel** (der häufig mit Stress einhergeht) können **Ghrelin erhöhen**. Mehr Ghrelin bedeutet: stärkeres Hungergefühl, mehr „Lust auf Essen“, oft auch mehr Verlangen nach energiedichten Lebensmitteln. - **Leptin-Signal wird schwächer:** Stress (v. a. chronischer) kann die **Leptinwirkung** verschlechtern („Leptin-Resistenz“). Dann kommt das Sättigungssignal im Gehirn schlechter an – man fühlt sich trotz ausreichender Energiezufuhr weniger satt. - **Cortisol als Verstärker:** Stress erhöht **Cortisol**. Cortisol kann Appetit und Belohnungsessen fördern und die Wirkung von Ghrelin/Leptin zusätzlich in Richtung „mehr Hunger“ verschieben. - **Warum besonders morgens?** Morgens ist der Körper hormonell im „Anlauf“ (Cortisol ist natürlicherweise höher). Wenn dann noch Stress + wenig Schlaf dazukommen, kippt die Balance leichter zu **mehr Hunger** und **weniger Sättigung**. Kurz: Stress kann **Ghrelin (Hunger) erhöhen**, **Leptin-Sättigung dämpfen** und über **Cortisol** das Ganze verstärken – dadurch wirkt Hunger am Morgen oft stärker.

Kategorie: Gesundheit Tags: Stress Ghrelin Leptin

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