Ja – eine Pflegeplanung zu Kontrakturen lässt sich gut nach PESR formulieren. Entscheidend ist: Du schreibst nicht nur „Kontrakturgefahr“, sondern konkret welches Gelenk, warum,...
Pflegeplanung nach dem PESR-Prinzip: Ist „beeinträchtigte Hautintegrität“ ein Problem?
Antwort vom**Ja. „Beeinträchtigte Hautintegrität“ ist im PESR-Schema das **P** = Problem. Entscheidend ist, dass du es nicht nur nennst, sondern konkretisierst: *wo*, *wie stark*, *seit wann* und *wodurch*.** ## So ordnest du es im PESR richtig ein **P – Problem:** Beeinträchtigte Hautintegrität **E – Einflussfaktoren/Ursachen:** z. B. Immobilität, Druckbelastung, Feuchtigkeit, Inkontinenz, Mangelernährung, Reibung oder falsche Lagerung **S – Symptome/Zeichen:** z. B. gerötete Stelle am Sakrum, Hautdefekt, nässende Wunde, Schmerzen, trockene oder aufgeweichte Haut **R – Ressourcen:** z. B. Patientin kann Lagewechsel teilweise selbst durchführen, äußert Schmerzen frühzeitig, akzeptiert Hautpflege, trinkt ausreichend ## Wichtig: Das Problem muss präzise formuliert sein „Beeinträchtigte Hautintegrität“ allein ist für eine gute Pflegeplanung zu allgemein. Besser ist zum Beispiel: **Beeinträchtigte Hautintegrität am Sakralbereich aufgrund von anhaltender Druckbelastung und Feuchtigkeit, erkennbar an einer nicht wegdrückbaren Rötung und Schmerzen bei Berührung.** Der praktische Unterschied ist wichtig: Eine allgemeine Formulierung klingt fachlich richtig, hilft aber im Alltag wenig. Eine präzise PESR-Formulierung zeigt sofort, **was beobachtet wurde und worauf die Pflege reagieren muss**. ## Typischer Fehler Viele verwechseln **Problem** und **Ursache**. Das Problem ist **nicht** „Dekubitusgefahr durch Immobilität“, wenn bereits eine Hautschädigung vorhanden ist. Dann ist das Problem die **bereits beeinträchtigte Hautintegrität**. Immobilität gehört dann zu **E**. ## Beispiel komplett **P:** Beeinträchtigte Hautintegrität am rechten Fersenbereich **E:** infolge von Druckbelastung bei eingeschränkter Mobilität **S:** erkennbar an Rötung, Überwärmung und Schmerzen **R:** Patient kann auf Aufforderung die Position im Bett mit verändern So ist die Pflegeplanung deutlich besser als die übliche Kurzform, weil sie **Zustand, Ursache und pflegerische Konsequenz** sofort sichtbar macht.
Verwandte Fragen
Wie planen Pflegekräfte die Pflege und woran orientieren sie sich bei Maßnahmen?
Pflegekräfte planen Pflege in der Regel nach dem Pflegeprozess. Orientierung geben dabei vor allem: 1. Informationssammlung Zustand, Ressourcen, Probleme, Gewohnheiten, Risiken, Diagnosen, Arz...