Wirkt Natriumhydrogencarbonat aus der Nahrung als Säurepuffer oder wird es durch Magensäure abgebaut?

Antwort

Natriumhydrogencarbonat (NaHCO₃), auch bekannt als Speisesoda oder Backsoda, wirkt grundsätzlich als Säurepuffer. Wenn du es über die Nahrung aufnimmst, gelangt es zunächst in den Magen. Dort trifft es auf die Magensäure (hauptsächlich Salzsäure, HCl). Im Magen reagiert das Natriumhydrogencarbonat sofort mit der Magensäure zu Kohlendioxid (CO₂), Wasser (H₂O) und Natriumchlorid (NaCl): **NaHCO₃ + HCl → NaCl + CO₂ + H₂O** Das bedeutet: Der größte Teil des aufgenommenen Natriumhydrogencarbonats wird bereits im Magen neutralisiert und „verbraucht“. Es entsteht dabei CO₂, was zu Aufstoßen oder Blähungen führen kann. **Fazit:** Als allgemeiner Säurepuffer für den gesamten Körper ist die orale Aufnahme von Natriumhydrogencarbonat nur sehr begrenzt wirksam, weil es im Magen schon neutralisiert wird. Nur wenn sehr große Mengen aufgenommen werden (was nicht zu empfehlen ist), kann ein kleiner Teil ins Blut gelangen und dort als Puffer wirken. Das ist aber medizinisch nicht ratsam, da es zu Nebenwirkungen wie Alkalose, Störungen des Elektrolythaushalts oder Magenbeschwerden kommen kann. **Zusammengefasst:** Natriumhydrogencarbonat wird beim normalen Verzehr größtenteils durch die Magensäure abgebaut und wirkt daher nicht systemisch als Säurepuffer. Seine Wirkung beschränkt sich vor allem auf die Neutralisation der Magensäure.

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