Nach dem Aufstehen fühlt man sich oft noch müde und die Augen schwer, weil der Körper und das Gehirn Zeit brauchen, um vom Schlaf- in den Wachzustand zu wechseln. Während des Schlafs, besonders in den Tiefschlafphasen, verlangsamen sich viele Körperfunktionen, darunter auch die Aktivität des Gehirns und die Durchblutung. Nach dem Aufwachen dauert es eine Weile, bis alle Systeme wieder vollständig hochgefahren sind. Ein wichtiger Faktor ist die sogenannte „Schlafträgheit“ (englisch: sleep inertia). Das ist ein Zustand, in dem das Gehirn nach dem Aufwachen noch nicht voll leistungsfähig ist. Die Schlafträgheit kann einige Minuten bis zu einer halben Stunde oder länger andauern, je nachdem, aus welcher Schlafphase man erwacht ist. Besonders wenn man aus dem Tiefschlaf geweckt wird, ist die Schlafträgheit stärker ausgeprägt. Die schweren und müden Augen entstehen, weil die Muskeln rund um die Augen während des Schlafs entspannt sind und die Augen oft geschlossen bleiben. Nach dem Aufwachen müssen sich diese Muskeln erst wieder an die Aktivität gewöhnen. Außerdem kann es sein, dass die Augen während des Schlafs etwas austrocknen, was das Schweregefühl verstärkt. Zusammengefasst: Das Gefühl, nach dem Aufstehen erst „wach werden“ zu müssen, ist eine normale Reaktion des Körpers auf den Wechsel vom Schlaf- in den Wachzustand und wird durch Schlafträgheit und die Anpassung der Augenmuskulatur verursacht.