Wie leitet die Leber das Blut um, wenn sie geschädigt ist?

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Bei einer geschädigten Leber kann es zu einer Umleitung des Blutes kommen, um den Blutfluss zu regulieren und die Funktion der Leber zu unterstützen. Dies geschieht häufig durch die Entwicklung von portaler Hypertension, bei der der Druck in der Pfortader steigt. Um den erhöhten Druck zu umgehen, bilden sich Umgehungskreisläufe, die das Blut von der Pfortader direkt in die systemische Zirkulation leiten. Diese Umgehung kann über verschiedene venöse Verbindungen erfolgen, wie zum Beispiel: 1. **Ösophagusvenen**: Es können Krampfadern (Ösophagusvarizen) entstehen, die bei Ruptur zu lebensbedrohlichen Blutungen führen können. 2. **Bauchwandvenen**: Blut kann über die Bauchwandvenen abfließen, was zu sichtbaren Venen auf der Bauchoberfläche führen kann (Kaput medusae). 3. **Rektalvenen**: Hämorrhoiden können sich bilden, wenn das Blut über die rektalen Venen abfließt. Diese Umleitungen sind eine Reaktion des Körpers auf die verminderte Funktion der Leber und können zu weiteren Komplikationen führen.

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